Was muss bei der Berufsunfähigkeitsversicherung beachtet werden?

Was leistet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Jeder, der sich mit finanzieller Vorsorge und Ruhestandsplanung beschäftigt weiß, dass man mit der Finanzplanung für eine finanzielle Absicherung gar nicht früh genug anfangen kann. Aber was passiert, wenn man durch einen Arbeitsunfall oder eine Krankheit berufsunfähig wird und die sorgfältig ausgearbeitete Finanzplanung nicht mehr einhalten kann? Ohne ausreichende Versicherung für dieses Risiko wird man nämlich schnell zum Sozialfall, weil das Arbeitseinkommen für die meisten Menschen der wichtigste Baustein zum Lebensunterhalt bildet. Oft steht dann nicht nur der Lebensunterhalt und die eigene Altersvorsorge auf dem Spiel, sondern auch der Ehepartner und die Kinder können dann betroffen sein, weil sie im Falle einer Berufsunfähigkeit helfen müssen. Deswegen ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung für Arbeitnehmer eine Basisversicherung, auf die man auf keinen Fall verzichten sollte. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt in einem solchen Falle und hilft, den Lebensstandard zu erhalten, sodass zu dem gesundheitlichen Unglücksfall nicht auch ein finanzielles Problem hinzukommt.

Was kostet eine Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die Kosten für eine Berufsunfähigkeitsversicherung hängen vom Alter des Versicherten, dem ausgeübten Beruf und eventuellen Vorerkrankungen ab. Handwerker und andere Arbeitnehmer mit hoher körperlicher Belastung haben ein relativ hohes Risiko, berufsunfähig zu werden. Deswegen sind die Tarife für diese Berufsgruppen im Durchschnitt teurer als für Menschen, die sitzende Tätigkeiten ausüben. Man sollte bei der Auswahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung aber auch darauf achten, welche Leistungen enthalten sind. Es gibt Verträge, die ausschließlich im Schadensfall bezahlen, die aber keine Sparkomponente enthalten. Solche Verträge sind deutlich preisgünstiger, als sogenannte kapitalbildende Versicherungen. Andererseits bekommt man bei diesen Versicherungen jedoch auch kein Geld zurück, falls man nicht berufsunfähig wird. Kapitalbildende Berufsunfähigkeitsversicherungen erfordern dagegen wesentlich höhere Beiträge, die aber zum Teil angelegt und am mit dem Eintritt des Rentenalters ausgezahlt werden.

Zahlt denn nicht auch die Gesetzliche Rentenversicherung im Falle einer Berufsunfähigkeit?
Die gesetzliche Rentenversicherung kann in bestimmten eng definierten Fällen eine Erwerbsminderungsrente zahlen, die aber seit dem Jahr 200 stark eingeschränkt sind. Kann ein Versicherter zum Beispiel seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben, so muss die Rentenversicherung dennoch keine Rente zahlen, solange theoretisch eine andere, wesentlich schlechter bezahlte Tätigkeit noch ausgeübt werden kann. Darüber hinaus ist die mögliche Höhe einer Erwerbsminderungsrente auch nicht sehr hoch und reicht oft nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu erhalten.

Wie hoch sollte die versicherte Berufsunfähigkeitsrente sein?
Man sollte sich klar machen, dass man im Falle einer Berufsunfähigkeit mindestens ebenso viel Einkommen benötigt wie bisher. Oft sind bauliche Veränderungen an der Wohnung oder gar ein Umzug notwendig. Schlimmstenfalls sind Anschaffungen wie ein Rollstuhl oder ein passendes Auto notwendig oder es muss gar eine Pflegekraft beschäftigt werden, wenn kein Familienmitglied die dauernde Pflege übernehmen kann. Es ist deswegen eine gute Regel, eine Rente in Höhe des bisherigen Einkommens des Versicherten zu versichern.